Adventskalender
20.Dezember: Weckmänner backenSie gingen weiter und klingelten. Kurz darauf öffnete ihnen Frau Nilpferd auch schon die Tür. Sie war eine freundliche alte Dame mit einem herzlichen Lachen. In ihrem Haus war es wollig warm. Sie sahen sich im Wohnzimmer um. An den Wänden hingen große Gemälde, die Frau Nilpferd auf ihren vielen Reisen zeigte. Als Frau Nilpferd noch jung war, war sie nämlich durch die ganze Welt gereist. Jetzt war sie aber alt und hatte sich in Mulitmix City niedergelassen, wo sie sich in verschiedenen Wohltätigkeitsvereinen engagierte. Gini und Karl zogen ihre Jacken und Stiefel aus. Felicitas und Clive machten das gleiche. Dann gingen sie in die Küche. Einige ihrer Freunde waren schon dort. Die anderen trudelten jetzt nach und nach ein. Bald waren alle da. In der Küche war schon alles vorbereitet. Jeder bekam eine lustige Schürze um. Dann schauten sie sich die Riesenmenge Teig an, die Frau Nipferd schon vorbereitet hatte. Und schon bald waren sie dabei, aus dem Teig die lustigsten Männchen zu formen. "Ich forme einen Schneemann", rief Karl. "Und ich mache einen Tannenbaum", sagte Gini. Auch die anderen fingen an, andere weihnachtliche Kreaturen zu gestalten. Und ab damit in den Ofen. Obwohl sie zu mehreren waren und ganz konzentriert Weckmänner formten, dauerte es doch mehrere Stunden, bis sie den ganzen Teig verbraucht hatten. Sie hatten aber auch wirklich viele Körbe voll damit gefüllt. Zuletzt durfte jeder noch für sich und seine Eltern und Geschwister einen Weckmann backen. "Was machen Sie eigentlich mit all den Weckmännern?", fragte Felicitas schließlich neugierig. "Die können Sie ja unmöglich alle selber aufessen." Frau Nilpferd lachte. "Die verkaufe ich morgen auf dem Weihnachtsmarkt", erklärte sie. "Und der Erlös geht dann an eine Stiftung für krebskranke Kinder. Es gibt nämlich leider auch Kinder auf der Welt, die haben es nicht so gut wie ihr. Sie sind krank und brauchen dringend Hilfe. Mit dem Geld kann neu nach Heilmitteln geforscht werden oder ein Kind kann operiert werden, um seine Chance aufs Geheilt werden zu vergrößern. Dann können sie und ihre Familien wieder fröhlich sein." Alle schwiegen eine Weile betroffen. Karl faßte sich als erster. "Ich glaube, ich werde nach Hause gehen und mein Taschengeld holen und spenden. Denn ich möchte, dass es allen Kindern auf der Welt gutgeht." Die anderen nickten. Dann liefen alle rasch nach Hause, um Geld zu holen, dass sie spenden wollten. Als sie zurückkamen, hatte Frau Nilpferd schon eine große Tafel mit Kakao und leckeren Plätzchen für alle gedeckt. Und während all die Kinder, von denen viele später, wenn sie groß waren, Forscher oder Forscherin werden wollten, darüber diskutierten, wie man all diese schlimmen Krankheiten am besten heilen konnte, ließen sie sich die Plätzchen und den Kakao bestens schmecken. |
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