Adventskalender
19.Dezember: Weihnachtsfeier in der Schule: Endlich Ferien!Am Vormittag waren alle in ihren Klassen. Dort las die Lehrerin die Weihnachtsgeschichte vor, sie sangen zusammen Weihnachtslieder und bastelten noch einen Weihnachtsmann und einen Tannenbaum mit leuchtenden Kerzen. Danach verteilte die Lehrerin kleine Geschenke an alle Kinder und einige Kinder überreichten ihr ebenfalls ein Geschenk. Auch Gini und Karl hatten natürlich jeweils ein Geschenk für ihre Lehrerin dabei. "Eigentlich hat sie es ja nicht verdient", dachte Karl, aber seine Mama hatte gesagt, sie müsse trotzdem etwas bekommen. Also übergab er brav sein Geschenk. Nach dem Mittagessen versammelten sich alle in der Turnhalle. Dort hatten einige Lehrer Stände aufgebaut und verkauften alte Spielsachen und Kleider. Ginis und Karls Klasse führten zusammen noch einmal ihr Krippenspiel auf und anschließend gab es noch eine große Weihnachtsauktion. Da gab es viele tolle Sachen, ein Fahrrad, eine Holzeisenbahn, verschiedene Spiele, Bälle und Puppen, aber das, was Gini und ihre Freundinnen am tollsten fanden, das war natürlich ein riesengroßer Teddybär. Er hatte so ein liebes Gesicht und ein so zotteliges Fell. Gini und Karl hatten von ihren Eltern etwas Geld mitbekommen, um bei der Auktion mitbieten zu können. Aber nicht nur Gini gefiel der Teddybär, auch Sari, ein Mädchen aus Ginis Klasse, die zu Hause nicht Weihnachten feierte, fand den Teddy wunderschön. Ihre Eltern hatten ihr aber kein Geld mitgegeben. Und so sah sie traurig zu, wie die anderen Kinder für den Teddy boten. Gini bot eifrig mit, denn sie wollte unbedingt den Teddy haben. Jetzt war der Preis schon bei 20 Dollar. Mehr Geld hatte sie nicht. Oh je. Karl sah es und sagte: "Ich kann dir ja von meinem Geld noch etwas abgeben." "Oh ja", sagte Gini. "Vielen Dank!" Und endlich, für 22 Dollar konnte sie den Teddy mit nach Hause nehmen. Stolz nahm sie den Teddy in Empfang. Da sah sie Saris trauriges Gesicht. Auch Karl sah es. Gini zögerte einen Moment. Dann sagte sie entschlossen: "Ich glaube, ich werde Sari den Teddy schenken. Ich bekommen schließlich auch an Weihnachten noch viele schöne Geschenke, aber sie, sie kriegt nichts." Dann ging sie zu Sari und drückte ihr den Teddy in die Arme! Sari konnte ihr Glück gar nicht fassen! Sie drückte den Teddybär ganz fest und ließ ihn den ganzen Tag nicht mehr los. "Fröhliche Weihnachten", rief Gini und schon war sie wieder zu Karl zurückgekehrt. Karl sah seine Schwester beeindruckt an! "Du bist wirklich sehr großzügig. Ich hätte niemals gedacht, dass du den Teddy, den du so sehr wolltest, weil du Teddies ja so liebst, so einfach abgeben würdest." Dann nahm er seine verbliebenen 18 Dollar und gab Gini die Hälfte davon. "So", sagte er, "davon kannst du dir dann wenigstens noch einen kleinen Teddy ersteigern." Und das machte Gini. Ihr neuer Teddy war klein und braun, aber auch er war schön weich und sie mochte ihn sehr. Karl ersteigerte ein Auto. Zufrieden gingen sie nach der Schule nach Hause! Jetzt waren zwei Wochen Ferien und Weihnachten, was gab es Wunderbareres auf der Welt! |
Copyright © 2004-2008 Katja Socher, tuxgraphics.org