Adventskalender
17.Dezember: Plätzchen für Nachbarn und FreundeSchnell zogen Gini und Karl ihre Stiefel und Mäntel an und zogen ihre Mützen auf, Dann ging es auch schon los. Dieses Mal hatten sie die Plätzchen nämlich nicht für sich gebacken, sondern um sie an Freunde und Nachbarn zu verteilen. Einige Plätzchen ließen sie vorerst zu Hause stehen, weil sie erst mal zu ihren Freunden, die etwas weiter weg wohnten, gehen und sie mit Plätzchen überraschen wollten. Wie freuten sich die Freunde, als die vier vor ihrer Tür auftauchten und ihnen Plätzchen schenkten. Einige liefen schnell in die Küche, um auch einige Plätzchen zum Verschenken zu holen. Lange liefen Gini, Karl, Clive und Felicitas durch die Stadt und verteilten Plätzchen. Sie wollten ja auf keinen Fall einen ihrer Freunde vergessen. Es war schon dunkel geworden, als sie endlich allen Freunden Plätzchen gebracht hatten. Jetzt mußten sie natürlich noch bei all ihren Nachbarn klingeln.Und wie sie sich freuten! Als sie gerade wieder vor der Tür von einem Nachbarn von Clive und Felicitas darauf warteten, dass ihnen die Tür geöffnet würde, sagte Gini plötzlich: "Schaut mal, da oben am Fenster steht euer böser Nachbar. Der will wohl sehen, ob er sich wieder über uns beschweren kann." Da öffnete sich die Tür und sie waren wieder damit beschäftigt "Fröhliche Weihnachten" zu wünschen und ihren Plätzchenteller abzugeben. Dann gingen sie weiter zum nächsten Haus. Gini schaute noch mal zum Fenster hinauf. Da stand der Nachbar immer noch und schaute. Eigentlich sah er traurig aus, fand Gini. Sie gingen weiter und klopften bei weitern Nachbarn an die Tür. "Vielleicht sollten wir eurem schimpfigen Nachbarn auch ein paar Plätzchen bringen." "Was?!", riefen die anderen wie aus einem Mund. "Warum sollten wir ihm Plätzchen bringen? Er war doch überhaupt nie nett zu uns". "Weil Weihnachten ist", meinte Gini. "Und wir haben doch genug Plätzchen und können auch jederzeit noch wieder neue backen." Die anderen murrten. Sie gingen weiter ihre Runde und verteilten Plätzchen. Überall wurden sie freudig und fröhlich empfangen. Schließlich waren sie überall gewesen. Nur der böse Nachbar fehlte noch. "Vielleicht hat Gini recht", überlegte Clive. "So zeigen wir zumindest, dass wir nicht ebenfalls ein Herz aus Stein haben." "Etwas unheimlich finde ich es aber doch, bei ihm zu klingeln", sagte Felicitas. "Was ist, wenn er uns wieder anschnauzt? Oder gar nicht erst die Tür öffnet?" "Das werden wir ja sehen, wenn wir es ausprobiert haben", sagte Karl. "Wir sind ja sonst eh fertig und würden nach Hause gehen. Viel passieren kann uns also nicht." Sie gingen also mutig die Treppe hinauf zu seiner Tür und klingelten mit klopfenden Herzen. Es dauerte eine Weile, so dass sie fast schon den Teller vor die Tür stellen und gehen wollten. Schließlich öffnete sich langsam die Tür. "Wir wünschen Ihnen fröhliche Weihnachten", sagte Gini, während sie den Teller voller Plätzchen überreichte. Auch die anderen murmelten "Fröhliche Weihnachten". Dann drehten sie sich um und gingen schnell die Treppe hinunter. Clive und Felicitas gingen in ihre Wohnung und Gini und Karl gingen nach Hause. Das war ein schöner Nachmittag gewesen. Es war doch wirklich schön, anderen eine Freude zu machen. Und manchmal ist es überhaupt nicht wichtig, ob man dafür etwas zurückbekommt oder nicht. |
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