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Gini und Karl feiern Weihnachten

Adventskalender

10.Dezember: Schlittenfahrt

Es lag Schnee und die Sonne schien. Was für ein herrlicher Tag zum Schlittenfahren! Gini, Karl und ihre Freunde holten ihre Schlitten aus dem Keller und zogen los. Und schon ging es den ersten Hügel hinauf und wieder hinunter. Und gleich wieder hinauf. Eine Weile machte das großen Spaß. Aber dann mußte es natürlich ein größerer Hügel sein. Und dann ein noch höherer. Das Raufziehen des Schlittens wurde immer mühsamer, aber umso rasanter war dann auch die Fahrt. Allmählich wurden sie schon ein bißchen müde. Aber da war ja noch der ganz hohe Berg, von dem sich nur die ganz Großen herunterzufahren wagten. Karl schaute sehnsüchtig zu ihnen hinauf. Da runterfahren, dass wollte er auch. Aber erst mal mußte er da raufkommen.
Entschlossen nahm Karl seinen Schlitten und stapfte drauf los. War der Weg aber steil. Keuchend kletterte Karl den Berg hinauf. Die Großen zogen lachend an ihm vorbei. Keiner von ihnen beachtete ihn richtig. Karl lief weiter. Allmählich kam er immer höher. Aber es wurde auch immer glatter. Zwischendurch rutschte er aus und ein ganzes Stück wieder hinunter. Verdammt, jetzt mußte er das ganze Stück noch mal hinaufklettern. Puh, endlich hatte er es geschafft. Was für eine Aussicht! "Man, ist das hoch hier oben.", dachte Karl. Er war sehr stolz und zufrieden mit sich. "Das wird bestimmt eine super Fahrt.", dachte er.
Er nahm etwas Anlauf und sprang auf seinen Schlitten. Zuerst ging alles super, aber dann, was war das? Da kam ein kleiner Hügel und plötzlich lag Karl im Schnee, während sein Schlitten weiter nach unten sauste. Karl traute seinen Augen nicht. Das konnte doch nicht wahr sein!!! Karl war so müde und traurig, dass er zu weinen anfing! Er setzte sich in den Schnee und weinte.
Doch plötzlich rüttelte ihn jemand am Arm. Das war Sebastian, einer der Großen, die er kannte, denn er wohnte in seiner Straße. Sebastian nahm ihn in den Arm und tröstete ihn. Dann nahm er ihn an der Hand und sie gingen gemeinsam den Berg hinauf. Oben angekommen setzten sie sich zusammen auf Sebastians Schlitten und fuhren gemeinsam hinunter! Wow! Wie war das schön, wenn der Schlitten durch den Wind sauste! Es war wirklich eine tolle Fahrt!
Unten angekommen fanden sie auch gleich Karls Schlitten wieder. Sebastian half ihm dabei, ihn ein zweites Mal hochzuziehen. Und dieses Mal paßte Karl besser auf und hielt sich bei dem Hügel gut fest. Und schon sauste er mit seinem Schlitten in die Tiefe, diesmal allein! Was war das für ein Gefühl! Diese Fahrt würde er in seinem Leben nicht vergessen. Er hatte es geschafft, er war den Berg hinunter gefahren, wo sich sonst nur die Großen trauten! Ja, er hatte große Schwierigkeiten gehabt und er hatte Hilfe gebraucht, aber das war nicht schlimm. Hauptsache war, dass er es geschafft hatte!
Gini und ihre Freunde standen unten und jubelten begeistert, als er mit seinem Schlitten in die Zielgerade gerast kam. Gini nahm Karls Schlitten und gemeinsam mit ihren Freunden gingen sie zu Gini und Karl nach Hause. Zu Hause angekommen, setzten sie sich ins Wohnzimmer und tranken warmen Kakao und aßen leckere Weihnachtsplätzchen, die Plätzchen, die sie ja gestern erst selbst gebacken hatten und wärmten sich am Kaminfeuer. Was war das für ein wunderschöner Tag gewesen! Alle hatten einen Riesenspaß gehabt!
Draußen begann es wieder zu schneien. Große weiße Schneeflocken rieselten leise auf den Boden. Karl war glücklich. Der Schnee würde sicher noch lange liegen bleiben, so daß er bald wieder auf den großen Berg steigen konnte. Jetzt, wo er es einmal geschafft hatte, wußte er, dass er es wieder schaffen würde. Und bei diesem Gedanken schlief er schließlich auf seinem Sessel ein. Bald darauf verabschiedeten sich auch die Freunde von Gini und Papa Antoin trug Karl hinauf in sein warmes weiches Bett.



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