Home |  Electronics |  Utilities |  Gini and Karl's world |  E-cards |  Photos |  Online-Shop



Story time | Gini's robot blog | Sara's blog | Penguin page


Gini und Karl feiern Weihnachten

Adventskalender

4.Dezember: Weihnachtsparade

Nach der Schule eilten Gini und Karl und ihre Freunde schnell nach Hause. Dort warteten bereits ihre Eltern und schon stiegen sie in die Metro, um in die Innenstadt zu fahren. Dort sollte heute nämlich die alljährliche Weihnachtsparade stattfinden. Viele Menschen hatten sich schon eingefunden und warteten darauf, dass der Umzug losziehen würde. Wie jedes Jahr war es wieder bitter kalt. Aber die Stimmung war gut. Alle waren guter Dinge und warteten gespannt, wie der Umzug dieses Jahr aussehen würde. Ein paar Leute gingen mit Tabletts voller heißer Kakaos durch die Reihen und jeder, der wollte, konnte sich etwas zu trinken nehmen. Das tat gut! Allmählich wurde es doch wirklich kalt. Aber da waren ja Tini und Wim. Immer mehr von ihren Freunden trafen ein und es gab jedes Mal ein fröhliches Hallo.
Und dann hörte man auch schon, dass der Zug näher kam. An der Spitze des Zuges lief eine Kapelle, die fröhliche Weihnachtslieder spielte. Es folgten Menschen, die sich als Geschenk verkleidet hatten, dann kamen menschliche Tannenbäume, gefolgt von Engeln, die lieblich auf ihren Flöten trällerten oder auf ihren Posaunen spielten. Hinter ihnen hüpfte eine Gruppe Schneemänner lustig im Takt auf und ab. Es folgten Wichtel und Elfen, dann folgten Leute im Plätzchenkostüm. Jeder war wirklich schöner und beeindruckender als der andere. Gini und Karl bestaunten den Zug und vergaßen dabei völlig die Kälte.
Da ging gerade eine Gruppe Schneeflocken an ihnen vorbei. Wie aufwendig ihre Kostüme genäht waren. Und da, da war eine ganz kleine Schneeflocke. Gini und Karl staunten nicht schlecht. Das kleine Mädchen war wirklich noch sehr klein, und es sah auch schon sehr müde aus. Mühsam stolperte es neben seiner Mama her. Aber sie wirkte doch wahnsinnig stolz, dass sie bei der Parade mitlaufen konnte. Gini und Karl sahen ihr lange nach, wie sie tanzend und auch ein bißchen taumelnd immer weiter lief. "Ja", sagte Tinis Mama und lächelte. "Für sie ist es sicher unheimlich anstrengend und sie wird heute abend sicher gut schlafen, wenn sie ins Bett geht. Aber sie wird diesen Tag nie vergessen und immer stolz darauf sein, dass sie es geschafft hat. So ist das, wenn man etwas Schwieriges macht. Als ich als junges Mädchen nach Multimix City kam, da konnte ich die Sprache hier nicht sprechen. Am Anfang fand ich es ziemlich schwierig und anstrengend und ich war jeden Tag nach der Schule sehr müde. Und ich hatte auch jeden Tag vor der Schule ein bißchen Angst. Aber mit der Zeit konnte ich immer besser sprechen und schließlich war ich so gut wie die anderen. Da war ich auch sehr stolz. Und wann immer ich später etwas Schwieriges lernen oder machen mußte, habe ich mich an diese Zeit erinnert und wußte, dass ich es schaffen würde. Und so wird sich das kleine Mädchen an diesen Weihnachtsumzug erinnern und sich in Zukunft mehr zutrauen!"
Gerade zogen einige Kerzen an ihnen vorbei, gefolgt von einem ersten Rentier. Und da kam auch schon der riesige Schlitten mit dem Weihnachtsmann. Wunderschön sah er aus mit seinem roten Mantel und seinem langen weißen Bart.
Um sich aufzuwärmen, gingen Gini und Karl anschließend mit ihren Eltern und Freunden noch kurz in einem Cafe einen warmen Kakao trinken. Dann nahmen sie wieder die Metro und fuhren nach Hause.
"Das war wirklich eine schöne Parade", meinte Gini bevor sie zu Bett gingen. "Ich hätte auch gerne so ein Schneeflockenkostüm. Wie hübsch es aussah!" "Und ich wäre gerne mal der Weihnachtsmann", lachte Karl. "Es ist zwar sicher eisekalt dort oben auf dem Schlitten. Aber dafür bewundern ihn auch alle Leute, an denen er vorbei zieht!" Schnell nahm er ein großes rotes Badetuch und legte es sich um die Schultern. Außerdem hielt er sich ein weißes Kleenextuch als Bart an den Mund. Dann schnappte er sich ein Glöckchen und lief läutet und "Hoho" schreiend durchs Haus. Gini holte sich schnell ein weißes Bettlaken und tanzte "Schneeflöckchen, Weißröckchen" singend hinterher. Danach sangen sie noch zusammen "Leise rieselt der Schnee", bevor das Licht ausging und sie in ihre Betten krochen. Das war wirklich ein schöner Umzug gewesen!



Copyright © 2004-2008 Katja Socher, tuxgraphics.org