Adventskalender 2.Dezember: Ein Weihnachtsmärchen im TheaterDa wurde es auch schon dunkel, der Vorhang öffnete sich und die Vorstellung fing an. Es war wirklich ein schönes Stück. Man sah den Weihnachtsmann, wie er dabei war Weihnachtsgeschenke auszusuchen, zu basteln und zu verpacken. Natürlich wurde er dabei immer tatkräftig von etlichen Helfern unterstützt. Wichtel und Elfen arbeiteten bis spät in die Nacht, nur um dafür zu sorgen, dass wirklich jedes Kind auch sein Geschenk rechtzeitig am Weihnachtsabend unter dem Tannenbaum liegen hatte. Alle hämmerten und klebten und trugen schließlich schwere Säcke voller Geschenke zum Schlitten. Der Schlitten war wirklich riesengroß! Das mußte er natürlich auch sein, denn sonst hätten ja niemals all die Geschenke samt dem Weihnachtsmann darauf gepaßt. Schon sprangen die Rentiere herbei und stellten sich vor den Schlitten. Während der Weihnachtsmann nochmal kontrollierte, dass auch wirklich kein Geschenk fehlte und auch nichts während der Fahrt so leicht aus dem Schlitten fallen konnte, studierten die Rentiere noch einmal den Weg, um auch nicht ein Haus, in dem Weihnachten gefeiert wurde, zu vergessen. Und dann ging die Fahrt auch schon los. Kaum hatte der Weihnachtsmann sich auf den Schlitten gesetzt, trabten die Rentiere los und bald schon hoben sie ab und flogen lautlos durch die Lüfte. Bald hatten sie die ersten Häuser erreicht, der Schlitten hielt an, der Weihnachtsmann verteilte seine Geschenke und schon ging es weiter. Wie wunderschön der Schlitten im Schnee leuchtete. Und die Sterne am Himmel, sie leuchteten auch so schön! Der Weihnachtsmann wurde nicht müde, Geschenke zu bringen, bis auch das letzte Geschenk an seinem richtigen Platz angelangt war. Dann flog er mit seinen Rentieren wieder nach Hause. Dort hatten die Elfen und Wichtel und all die anderen Tiere schon ein Festmahl vorbereitet und Geschenke unter den Weihnachtsbaum gelegt. Als der Weihnachtsmann und die Rentiere zurück waren, wünschten sie sich alle gegenseitig "Fröhliche Weihnachten". Dann kam der Schneemann aus dem Garten herein, setzte sich ans Klavier und begann die Weihnachtslieder zu spielen. Die Elfen hatten ihre Flöten geholt, die Wichtel Xylophon und Triangel und der Weihnachtsmann und die Rentiere sangen kräftig mit. Als sie alle Weihnachtslieder mehrfach gepielt und gesungen hatten, setzten sich alle an den Tisch und begannen, sich über die köstlichen Speisen und Gerichte herzumachen. Es war wirklich ein herrliches Festessen. Und das hatten sie sich nach der vielen Arbeit auch redlich verdient! Gini und Karl waren noch ganz benommen, als der Vorhang wieder zufiel. Was war das für ein schönes Weihnachtsmärchen gewesen. Als sie im Auto saßen und zurückfuhren, meinte Gini träumerisch: "Wenn ich doch auch nur dabei sein könnte." Nachdenklich sah Karl sie an, dann sagte er: "Es ist nur fast traurig, dass nur der Weihnachtsmann alles Lob und alle Aufmerksamkeit bekommt. All die vielen anderen Helfer, die genauso wie er dafür sorgen, dass alles reibungslos klappt, werden meistens noch nicht einmal erwähnt!" "Ich glaube, dass macht ihnen nichts", sagte Gini nach einer Weile. "Ich denke, sie sind auch so glücklich, schließlich macht es doch Spaß, anderen etwas zu schenken, und sie haben ja auch ein schönes Leben. Man muß schließlich kein Star sein, um glücklich zu sein!" |
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